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Studien

21
Mai

Akupunktur senkt Häufigkeit von Migräneattacken

In der Studie von Zhao et al. (2017) wurde untersucht, ob eine Behandlung mit Akupunktur zu einer langfristigen Prophylaxe von Migräneattacken beitragen kann. Dazu wurde die Wirkung von richtiger Akupunktur mit einer Schein-Akupunktur und einer Kontrollgruppe (Patienten auf der Warteliste für die Behandlung) verglichen. Die Studie (randomisiert, kontrolliert) dauerte insgesamt 24 Wochen lang an, dabei betrug die Behandlungsdauer 4 Wochen und die Nachbeobachtung umfasste 20 Wochen. Es waren 249 Patienten im Alter von 18 bis 65 Jahren in die Studie eingeschlossen, die 2- bis 8-Mal pro Monat an Migräne (ohne Aura) litten.
Die Patienten in der Gruppe mit richtiger Akupunktur und diejenigen in der Gruppe mit Schein-Akupunktur bekamen an 5 Tagen der Woche eine Behandlung, sodass sie auf die 4 Wochen verteilt insgesamt 20 Behandlungen erhielten. Die Patienten auf der Warteliste bekamen keine Akupunkturbehandlung. Die Patienten erfassten ihre Migräneattacken mithilfe von Tagebüchern. Die Studie untersuchte vorrangig die Veränderungen in der Häufigkeit der Migräneattacken von Studienbeginn bis zur 16. Woche. Weitere Aspekte, die untersucht wurden, waren die Schwere der Kopfschmerzen und der Gebrauch von Medikamenten. Die Auswertung der Ergebnisse zeigte, dass sich die durchschnittliche Änderung in der Häufigkeit der Migräneattacken nach 16 Wochen Studiendauer zwischen den drei Gruppen unterschied (p < 0,001).
Die durchschnittliche Reduktion der Migränehäufigkeit in der Akupunktur-Gruppe betrug 3,2 (Standardabweichung (SD) = 2,1), in der Schein-Akupunktur-Gruppe 2,1 (SD = 2,5) und in der Kontrollgruppe 1,4 (SD = 2,5). In der Akupunktur-Gruppe wurde eine größere Reduktion der Migränehäufigkeit als in der Gruppe mit Schein-Akupunktur (Differenz: 1,1, 95 % CI 0,4–1,9, p = 0,002) und als in der Kontrollgruppe (Differenz: 1,8, 95 % CI 1,1–2,5, p < 0,001) beobachtet. Zwischen der Schein-Akupunktur und der Kontrollgruppe gab es keine statistisch signifikanten Unterschiede (Differenz: 0,7, 95 % CI -0,1–1,4, p = 0,07). Anhand dieser Ergebnisse lässt sich schlussfolgern, dass Akupunktur bei Patienten mit Migräne (ohne Aura) zu einer langfristigen Reduktion der Migränehäufigkeit beitragen könnte.

Original Titel
The Long-term Effect of Acupuncture for Migraine Prophylaxis: A Randomized Clinical Trial

Referenzen
Zhao L, Chen J, Li Y, Sun X, Chang X, Zheng H, Gong B, Huang Y, Yang M, Wu X, Li X, Liang F. The Long-term Effect of Acupuncture for Migraine Prophylaxis: A Randomized Clinical Trial. JAMA Intern Med. 2017 Apr 1;177(4):508-515. doi: 10.1001/jamainternmed.2016.9378.

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