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Studien

18
Mai

Curcumin aus Curry wirkt entzündungshemmend bei rheumatoider Arthritis

Original Titel:
A Novel Highly Bioavailable Curcumin Formulation Improves Symptoms and Diagnostic Indicators in Rheumatoid Arthritis Patients: A Randomized, Double-Blind, Placebo-Controlled, Two-Dose, Three-Arm, and Parallel-Group Study.

Da es sich bei der rheumatoiden Arthritis um eine chronische Erkrankung handelt, ist eine langfristige Behandlung notwendig. Die Medikamente, die derzeit zur langfristigen Behandlung eingesetzt werden, können zu einer Vielzahl von Nebenwirkungen führen.

Ein indisches Forscherteam untersuchte die Wirkung eines neuen Curcumin-Präparats, das gut in den Blutkreislauf aufgenommen werden kann (hohe Bioverfügbarkeit), auf den Krankheitsverlauf von rheumatoider Arthritis. Curcumin ist ein Wirkstoff der Kurkuma-Pflanze, welche gemahlen als Gewürz (wesentlicher Bestandteil von Currypulver) verwendet wird.

In einer Studie wurde Patienten 2-mal täglich entweder ein Placebo, 250 mg oder 500 mg des Curcumin-Präparats verabreicht. Die Dauer der Studie betrug 90 Tage. Um die Auswirkungen des Curcumin-Präparats auf den Krankheitsverlauf zu messen, wurden verschiedene Blutwerte bestimmt. Hierzu zählten unter anderem die Erythrozytensedimentationsrate (ESR-Wert) und die Konzentrationen des C-reaktives Proteins (CPR-Wert) und der Rheumafaktoren (RF-Wert). Bei dem ESR-Wert wird bestimmt, wie weit die roten Blutkörperchen in einer bestimmten Zeit abgesunken sind. Dieser Wert ist bei Entzündungen erhöht. Auch der CRP-Wert dient als Entzündungsmarker. Hierbei wird die Menge des C-reaktiven Proteins im Blut gemessen. Dieses Protein ist Teil des Immunsystems. Bei Entzündungen steigt die CRP-Konzentration im Blut stark an. Der RF-Wert gibt die Konzentration von Rheumafaktoren im Blut an. Rheumafaktoren sind Antikörper, die bei Patienten mit rheumatoider Arthritis erhöht sind. Bei den Patienten, die das Curcumin-Produkt erhalten hatten, konnten (unabhängig von der Dosis) Verbesserungen all dieser Blutwerte im Vergleich zu der Placebogruppe beobachtet werden.

Die Ergebnisse dieser Studie geben Hinweise darauf, dass das neue Curcumin-Präparat bei rheumatoider Arthritis entzündungshemmend wirkt. Da bei den Patienten während der Studie keine unerwünschten Nebeneffekte beobachtet wurden, könnte es eine neue Behandlungsmöglichkeit darstellen.

Quelle: www.carstens-stiftung.de


Referenzen:

Amalraj A, Varma K, Jacob J, Divya C, Kunnumakkara AB, Stohs SJ, Gopi S.

A Novel Highly Bioavailable Curcumin Formulation Improves Symptoms and Diagnostic Indicators in Rheumatoid Arthritis Patients: A Randomized, Double-Blind, Placebo-Controlled, Two-Dose, Three-Arm, and Parallel-Group Study.

J Med Food. 2017 Aug 29. doi: 10.1089/jmf.2017.3930

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